Fallendes Wasser

Donnerstag, 10. Juli 2025

Duschen, packen, im Hotel Wyndham Travellodge auschecken, zum Frühstück wieder ins Second Cup. Danach statten wir noch der First Nation einen Besuch ab, im Huron Wendat Museum. Dieses ist in einem architektonisch ausgesprochen attraktiven Komplex untergebracht, in dem es auch Hotel und Restaurant gibt. Das Museum selbst besteht aus einem großen Raum, vielen Exponaten, einem dicken Audioguide und ist leider stark heruntergekühlt. Insgesamt bekommt man den Eindruck, dass die Wendat trotz aller Widrigkeiten ein sehr umtriebiges Volk waren und sind. Derzeit gibt es noch zirka 5000, davon leben 2500 in Wendake, dem Stammesgebiet im Norden von Quebec.

Als wir zum Auto gehen, nieselt es schon. Im strömenden Regen kommen wir am Parkplatz des Montmorency Wasserfalls an. Eine große Touristenattraktion, die dank des Wetters aber relativ leer ist. Eintritt kostet insgesamt 18 Euro, da wir ja keine Gondelbahn fahren wollen. Dafür sind auf mehreren Wegen am Wasserfall entlang unterwegs, auf einer Hängebrücke darüber und das ist beeindruckend genug. Vor allem, als ein junger Mann hinausklettern muss, um die Zipline zu reparieren. Der Montmorency Wasserfall ist übrigens 30 Meter höher als die Niagara-Fälle und darauf ist man hier mächtig stolz. Und als wir unterwegs sind, regnet es übrigens kaum noch und es ist trotzdem noch angenehm leer.

Es folgt der erste Großeinkauf im Walmart und noch ein Stopp im McDonalds. Wir sitzen neben einem betagten Herren, der uns erst andächtig zuhört und dann trotz offensichtlicher Parkinson-Probleme einen Stapel Servietten holt und uns gibt, weil wir doch welche brauchen. Vor Rührung fallen wir fast von der Bank und verabschieden uns kurz darauf herzlich.

Danach geht es eineinhalb Stunden gen Osten, zu unserer ersten Ferienwohnung. Ganz viel Nadelwald, der Lorenzstrom ist inzwischen ein dicker Meeresarm. Und dann stehen wir in unserem wunderschönen Häuschen und freuen uns über so viel Platz. Nicole und Louisa glauben bei einem Bummel ums Haus einen Bären brummen zu hören (war ja klar …), aber der Vermieter beruhigt: Er hat in den vergangenen 16 Jahren hier noch keinen gesichtet …

Abends noch ein kleiner Abstecher in den Nachbarort für letzte Einkäufe. Danach genießen wir Tortellino mit Butter und Knoblauch und das Häuschen, in dem wir bis Montag bleiben werden.