Nebelwald und Wasserwelt

Freitag, 9. Januar 2026

Ein kühler, ruhiger Vormittag. Großes Frühstück mit Kühlschrankresten, denn irgendwie hatten wir noch viele Eier. Mathelernen, erstes Aufräumen. Kurz nach 12 Uhr sind wir unterwegs. Erstmal in die Kirche in Prazeres, bei der man in die Empore kommt und damit den Deckenmalereien ganz nahe. Nebenan pflegt die Kirchengemeinden einen großen Garten, es gäbe auch ein Team House, aber es sind alle sehr mit Aufräumarbeiten beschäftigt, da wollen wir nicht näher stören. Die öffentliche Toilette ist übrigens, wie immer, sagenhaft. Im kleinen Supermarkt nehmen wir noch ein paar Teilchen für unterwegs mit.

Danach steuern wir den sogenannten Nebelwald an. Diese Wanderwege gibt es schon lange, aber instagram hat für eine gewissen Popularität gesorgt. Auf der Hochebene wachsen Stinklorbeerbäume, die im meist vorhandenen Nebel für eine mystische Atmosphäre sorgen. Bei der 40 Minuten dauernden Fahrt gibt es vor allem viel Wolke. Und dann taucht ein vollgeparkter großer Parkplatz auf – das muss der Einstieg zu einer der beliebtesten Wanderungen der Insel sein, zu den 25 Quellen. Aber wir zuckeln im Nebel weiter, vorbei am offiziellen Einstieg in die Länge Wanderung – viele Autos – bis zum Start in die kleine Runde am Forsthaus. Auch hier viele Autos und der Nebel ist wirklich dicht.

Am Anfang sind noch heitere Grüppchen unterwegs, immer wieder rutschen Wanderer im tiefen Matsch aus und landen im Schlamm. Wir schaffen es irgendwie, das zu vermeiden, auch wenn die Hosenbeine von Louisa und Nicole danach auch Spuren des Weges tragen. Aber dann wird es ruhiger, der Nebel bleibt dicht. Aber die Atmosphäre ist großartig und wir fotografieren sehr viele alte, knorrzige Bäume im Dunst. Wunderschöne Flechten hängen an den Ästen, Farne haben sich angesiedelt. Das gefällt uns sehr gut und hier gehört das Wetter ja ausnahmsweise auch mal hin. Gezahlt haben wir übrigens nix, gab ja keine Tafel mit QR-Code … Aber alle Wege drumrum kosten natürlich.

Nach eineinhalb Stunden sind wir etwas durchgeweicht und zurück am Auto. Wir steuern zwar einen Aussichtspunkt an, aber da gibt es nur noch mehr Wolke. Eine Straße führt von der Hochebene hoch zu den Windrädern. Doch leider ist der Weg zu einem weiteren Aussichtspunkt gesperrt. Und die sehr gut ausgebaute Straße Richtung Gebirge ist erst sehr ungepflegt, dann ebenfalls gesperrt – und wir amüsieren uns sehr über das verblichene Schild, das auf die EU-Millionen verweist, die wohl in den Straßenbau geflossen sind.

Zurück im Haus: Kaffeetrinken, weiter Reste essen. Kilian und Nicole toben ausgelassen sehr lange im Pool. Gegen 19 Uhr fahren wir nach Calheta, diesmal gehen wir ins Golden Calheta zum Tapas-Essen. Bis auf das eine bemitleidenswerte Restaurant neben der Pizzeria sind wieder alle ganz gut besucht. Danach noch kurz shoppen und hoch zur Vila. Schließlich gehen alle vier nochmal in den Pool – ein schöner Abschluss.